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  • danieladobrovolny

Die Sache mit der Betriebsblindheit - mein Plädoyer für regelmäßige Pferdebilder

Als ich die Bilder für diesen Beitrag zusammengesucht habe, habe ich eine unglaubliche Anzahl von exakt 1.939 Elbe Fotos auf meinem Laptop gefunden. Diese Anzahl hat sich in knapp 5 Jahren angesammelt, und damit bin ich unter Pferdebesitzern definitiv keine Ausnahme - da sind wir uns wohl alle einig.


In meinem neuen Blogbeitrag möchte ich gerne das Bewusstsein dafür schärfen, wie viel sich innerhalb kürzester Zeit am Exterieur, bzw. am Gesamtbild des Pferdes verändern kann - zum Positiven, aber leider auch in die umgekehrte Richtung. Ich verzichte dabei bewusst auf komplizierte Detailbeschreibungen zum Exterieur, da das "sehen lernen" in diesem Zusammenhang ein längerer Prozess ist. Um Veränderungen am eigenen Pferd sehen zu können, muss man sich nicht zwingend in aller Exaktheit mit dem Thema Exterieurbeurteilung befasst haben. Zum Wohl unserer Pferde empfiehlt es sich allerdings, sich mit der Materie zu befassen und den eigenen Blick für positive und negative Veränderungen zu schärfen.


Auf den Bildern oben seht ihr mein Pferd chronologisch von 2015 bis 2019. Zwischen diesen Bildern liegen längere Zeiträume. Ich finde jedoch, dass man hier gut sehen kann wie sich ein Pferd verändern kann, weswegen ich diese Bilder ausgewählt habe. Exterieur, Fellfarbe, Ausdruck - all das gibt Hinweise auf den Gesamtzustand des Pferdes.


Training, Haltung, Fütterung, (un)passende Ausrüstungsgegenstände, Krankheiten, mangelnde Hufbalance - spiegeln sich am äußeren Erscheinungsbild unserer Pferde wieder und unterliegen damit mehr oder weniger starken Schwankungen. So kann beispielsweise die Fellfarbe Hinweise auf Spannnungen in der Muskulatur und / oder den Faszien des Pferdes geben. Ebenfalls am Fell, bzw. der Fellfarbe können Nährstoffmängel und Stoffwechselthemen angezeigt werden.


Die Bemuskelung des Pferdes gibt Auskunft über den Trainingszustand - doch auch die natürliche Schiefe spiegelt sich am Gebäude des Pferdes wieder (zB Bemuskelung im Vergleich linker zu rechter Körperhälfte). Das Bild rechts unten ist ungefähr im Februar 2018 entstanden, das Bild links ziemlich genau 1 Jahr darauf. Mein Pferd ist rechts hohl, das erkennt man hier beispielsweise gut an der unterschiedlichen Bemuskelung der Schultern bzw. auch an der Krümmung der Wirbelsäule.

Im täglichen Umgang mit dem Pferd fallen uns Veränderungen häufig nicht auf - wir sind sozusagen "betriebsblind". Regelmäßig Bilder vom eigenen Pferd zu machen (möglichst in der gleichen Haltung und aus der gleichen Entfernung, komplettes Pferd in der Seitenansicht, einzelne Bereiche wie zum Beispiel Hufe, Brust- und Schultermuskulatur, ...) und diese zu vergleichen hilft uns dabei diese Veränderungen, ob positiv oder negativ, leichter sichtbar zu machen.


Zwischen den Bildern oben liegen jeweils längere Zeiträume. Veränderungen passieren aber auch in deutlich kürzeren Abständen. Unser Pferd und eventuelle Veränderungen im Blick zu haben kann uns helfen, rechtzeitig gegenzusteuern bevor Gesundheitsschäden entstehen.


Alles Liebe, Daniela


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